Württemberg

Württemberg ist Rotwein- Land. Die roten Sorten bedecken fast 6000 Hektar. Das ist die doppelte Fläche des Rheingaus. Der Liebling der Winzer ist der Trollinger und dieser ist nichts anderes als der Südtiroler Vernatsch. Er ist süffig zu trinken und liefert einen hellroten Schoppen. Am liebsten trinken die Schwaben ihren Trollinger "rezent" mit zehn bis zwölf

Gramm Zucker je Liter. Also im Geschmack zwischen trocken und halbtrocken. Anspruchsvoller sind die Müllerrebe und der Lemberger (der österreichische Blaufränkisch), dessen Reben einen geringeren Ertrag erzeugen als der Trollinger. Bei guter Pflege entwickelt der Lemberger ein tiefdunkles und glutvolles, samtiges Bouquet. Er passt hervorragend zu Lamm oder Wild.



Die Hauptsorte Württembergs ist der Riesling

Diese königliche Rebe bedeckt ein Viertel der gesamten Anbaufläche Württembergs. Zur höchsten Vollendung gelangt er auf dem Muschelkalk im Neckartal bei Stuttgart und im Remstal. Beste Rieslinglagen sind Brotwasser und Pulvermacher in Stetten. Hier erreicht der Wein durchaus die Eleganz und die Kraft der rheingauer Gewächse, er ist allerdings nicht so betont fruchtig, vielmehr verhalten und erst beim dritten Schluck verströmt sein ganzer Reichtum. Guter schwäbischer Riesling muss einen angenehm erdigen Beigeschmack haben.

Neben Trollinger und Riesling gedeihen in Württemberg Besonderheiten wie Lemberger, Samtrot und Gewürztraminer, der vor allem im Heilbronner Land unerreichte Zartheit besitzt. Zurück

Burg Württemberg


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